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Youngstars strecken sich zum 1-0

In einem dramatischen ersten Viertelfinal-Spiel kämpfen die Weißenhorn Youngstars die BG Karlsruhe mit 71:66 (35:37) nieder.

Die Weißenhorn Youngstars bleiben in den ProB Playoffs 2017 weiterhin ungeschlagen: In Spiel eins des Viertelfinals lieferte sich die Mannschaft von Head Coach Danny Jansson ein heißes Duell mit der BG Karlsruhe, das erst in den letzten Sekunden seinen Sieger fand. „Es war ein sehr durchwachsenes Spiel, in dem wir in vielen Bereichen Luft nach oben hatten“, bilanziert Danny Jansson, der sich besonders mit dem Rebounding-Verhalten seiner Mannschaft unzufrieden zeigte. Das Duell an den Brettern ging zwar mit 41:46 Rebounds an die physischen Badener, „aber ein Playoff-Sieg ist ein Playoff-Sieg“, so der finnische Cheftrainer. David Krämer war mit 22 Punkten Topscorer seines Teams und bewies mit 6/6 Treffern von der Freiwurflinie binnen der letzten 30 Sekunden starke Nerven. Ein gutes Händchen hatte am Samstagabend Joschka Ferner: Aus einer aus der Distanz unterdurchschnittlichen Wurfquote der Youngstars (26% 3er) stach der 21-Jährige mit sechs Dreiern (55% / 18 Punkte) hervor.

Ferner war es auch, der das Viertelfinale von Downtown eröffnete. Doch das 3:0 sollte vorerst die letzte Führung der Gastgeber gewesen sein. „Uns hat zu Beginn der nötige Fokus gefehlt, unsere defensive Intensität war bei null“, kritisierte Jansson. So war es Karlsruhe, das mehr und mehr die Spielkontrolle übernahm und per 8:0-Lauf zwischenzeitlich auf 10:20 (9.) davonzog. Der Youngstars-Coach reagierte mit einer Auszeit und gestand nach der Partie: „Ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal in der ersten Hälfte ein Timeout nehmen musste.“ Doch Janssons deutliche Worte schienen allmählich zu wirken. Durch 7 Krämer-Zähler in Folge näherte sich Weißenhorn den Badenern mühsam an (27:31, 18.), um nur eine Minute später wieder mit 9 Punkten hinten zu liegen (28:37). Nur Joschka Ferner hatten es die Gastgeber in der Schlussminute zu verdanken, dass ein versöhnlicher Halbzeitstand auf der Anzeigetafel zu lesen war: Der Ulmer Doppellizenz-Spieler war mit seinen Dreiern Nummer drei und vier zur Stelle und verkürzte auf 35:37.

Auch den dritten Spielabschnitt wusste Ferner gekonnt von jenseits der 6,75 Meter zu eröffnen (38:37, 23.), was die erste Führung der Gastgeber seit dem 3:0 bedeutete. Doch der Dreier war eines von nur wenigen Offensiv-Highlights in einem von Ballverlusten und Fehlwürfen geprägten Viertel. „Im Angriff lief im dritten Quarter nichts zusammen, wir können froh sein, dass unsere Defense einen guten Job gemacht hat“, so Danny Jansson über das 10:9 im dritten Viertel (45:46). Erst im Schlussabschnitt entwickelte sich dann ein dramatisches Duell auf Playoff-Niveau, das für die Gäste Shawn Gulley führte: Der Forward, der mit 23 Punkten einen persönlichen Saisonbestwert aufstellte, beantwortete jede gelungene Weißenhorner Offensivaktion per Dreier und stellte mit dem dritten Distanztreffer binnen zwei Minuten auf 58:62. Mit seinem sechsten Dreier initiierte Joschka Ferner 2:49 Minuten vor dem Ende dann aber die Schlussoffensive seines Teams (61:62), die Till Pape mit seinen ersten Punkten (63:62, 40.) und einem anschließenden Steal zu Beginn der Schlussminute fortführte. David Krämer „bedunkte“ sich bei seinem Teamkollegen im Fastbreak (65:62) und war auch für die letzten 6 Zähler von der Linie verantwortlich. Beim Stand von 69:66 und fünf verbleibenden Sekunden schickte Weißenhorn die Gäste ebenfalls an den „Charity Stripe“, wo Aaron Schmitz beide Versuche vergab. Doch die Badener sicherten sich den Offensivrebound und brachten den heiß gelaufenen Gulley nochmals in Wurfposition. Der Forward traf den Dreier – doch stand er dabei im Seitenaus, wogegen die mitgereisten Karlsruher Fans heftig protestierten, allerdings nichts mehr am Sieg der Youngstars ändern konnten.

Matchball in Karlsruhe

Mit der 1-0-Führung im Gepäck reisen die Youngstars am kommenden Samstag (Tipoff: 19 Uhr) zur BG Karlsruhe. Coach Danny Jansson erhofft sich von seinem Team eine Leistungssteigerung: „Nächstes Wochenende haben wir die Chance, es besser zu machen.“

Für die Youngstars spielten: David Krämer (22 Punkte, 9/9 Freiwürfe), Joschka Ferner (18, 6 Dreier), Marcell Pongo (16, 7 Assists), Marvin Omuvwie (4, 6 Rebounds), Marius Stoll (3), Till Pape (2, 8 Rebounds), Nils Mittmann (2, 10), Björn Rohwer (2), Bernhard Benke (2), Lukas Rosenbohm.

Foto: Horst Hörger