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Schlussspurt entscheidet Derby-Krimi

Die Weißenhorn Youngstars behalten in einem hitzigen Derby am Ende einen kühlen Kopf, bezwingen Elchingen mit 66:79 (34:34) und knöpfen dem Lokalrivalen damit Tabellenplatz zwei sowie den direkten Vergleich ab.

Vierter Sieg in Serie, der zehnte aus den letzten elf Spielen: Der Aufwärtstrend der Weißenhorn Youngstars hält auch im Spitzenspiel gegen Elchingen an. Die Youngstars gewannen am Samstagabend das Nachbarschaftsduell im doppelten Sinne – geografisch wie tabellarisch (Zweiter gegen Dritter) – mit 66:79 (34:34) und schoben sich damit im Klassement an den Elchen vorbei. In einem nicht immer schönen, aber intensiven Derby demonstrierten die Gäste am Ende ihr kollektives Wachstum: Aus einem 64:66-Krimi drei Minuten vor Schluss machten die Youngstars mit einem 13:2-Schlussspurt einen letztlich klaren Sieg: „Wir haben am Ende vieles richtig gemacht und unser Spiel durchgezogen“, freute sich Head Coach Danny Jansson über die Finisher-Qualitäten seines Teams, bei dem besonders Nils Mittmann (22 Punkte) und Marvin Omuvwie (17) hervorstachen. „Beide haben heute viel Verantwortung übernommen. Aber auch Bernhard Benke hat uns mit seinen acht Offensiv-Rebounds viel gegeben“, lobte Coach Jansson. Positiver Nebeneffekt des 14. Saisonsieges: Nach der knappen Hinspiel-Pleite (81:83) ist nun auch der direkte Vergleich gegen Elchingen in Händen der Youngstars.  

Die Youngstars legten in der Elchinger Brühlhalle gut los – nicht zuletzt dank Marcell Pongo und Nils Mitmann. Während der Ungar sein Team mit drei schönen Vorlagen zum 8:13-Start dirigierte, baute Mittmann die Führung mit zehn Zählern in Folge auf 12:21 aus. Als dann noch Marvin Omuvwie aus dem Einwurf heraus zum Alley-Oop einflog, sprang der mitgereiste Anhang von den Sitzen (12:23). Und die Youngstars nahmen diesen Schwung mit ins zweite Viertel: Gute Arbeit am offensiven Brett sorgte für die höchste Führung des Abends (18:31). Doch just in dieser Drangphase kam Sand ins Getriebe: Offensiv fanden die Gäste in der Folge kaum noch gute Lösungen, defensiv gerieten sie rasch über die Teamfoulgrenze. Das Resultat: Die Youngstars blieben minutenlang ohne Korberfolg, während Elchingen peu-a-peu aufschloss und in der 18. Minute schließlich die Führung übernahm (32:31). Erst nach sieben Minuten beendete Nils Mittmann per Dreier die Dürreperiode der Youngstars und sorgte so für den 34:34-Halbzeitstand.    

Und nun wurde es ein richtiges Derby in der Brühlhalle: Intensiv, hitzig, kampfbetont – ohne dass sich eine Seite große Vorteile erspielen konnte. Erst vier Punkte in Folge von Björn Rohwer sorgten für ein kleines Polster (42:46), das David Krämer per Freiwurf und Dreier bis zur Viertelsirene auf acht Zähler ausbaute (44:52). Was dann folgte, war die wildeste Phase des Spiels: Zunächst ermöglichten die Youngstars den Elchen mit zwei leichtfertigen Ballverlusten, auf 54:56 aufzuschließen. Im Gegenzug sorgte Marvin Omuvwie für den „Crowd Silencer“, als er nach einem Drive spektakulär zum Slam-Dunk einflog. Als nächstes lieferten sich Filmore Beck und Nils Mittmann ein Privatduell: Sieben Zähler des Elche-Guards konterte Weißenhorns Routinier doppelt von „downtown“ – mit einer hauchdünnen 64:66-Führung ging es in die Crunchtime. Und in der demonstrierten die Youngstars ihre positive Entwicklung der letzten Monate: Während Elchingen nun immer wieder an der Defensive der Gäste verzweifelte, zeigten die Youngstars konzentriertes Angriffsspiel, gingen in den letzten drei Minuten acht Mal an die Freiwurflinie und legten so den Grundstein für den finalen 2:13-Run.

Es spielten: Nils Mittmann (22 Punkte, 12 Rebounds), Marvin Omuvwie (17), Marcell Pongo (14, 8 Rebounds, 8 Assists), Björn Rohwer (10, 9 Rebounds), David Krämer (7), Bernhard Benke (6, 9 Rebounds), Marius Stoll (3), Lukas Rosenbohm, Nicolas Möbus.

Foto: Archiv.