BREAKING NEWS

Auf der Zielgeraden den Turbo gezündet!

Dank einer spektakulären Schlussoffensive gewinnen die Weißenhorn Youngstars mit 71:77 (30:40) in München und sichern sich damit den siebten Sieg im achten Auswärtsspiel.

Die Weißenhorn Youngstars haben aktuell ein Näschen für Schlussoffensiven. Anders ist es kaum zu erklären, dass die Youngstars eine Woche nach der Aufholjagd gegen Frankfurt (80:74) erneut in der Crunchtime zuschlugen. Und wie: Mit einem 13:2-Run – den David Krämer (8 Punkte) und Joschka Ferner (5) maßgeblich prägten – setzten sich die Gäste in München auf 65:74 ab und ebneten damit den Weg für einen 71:77-Sieg im Südschlager. Der Weißenhorner Lauf fiel dabei genau in eine Phase, in der die Gastgeber erstmals die Führung übernommen hatten (63:61) – und drauf und dran schienen, die Oberhand zu gewinnen. „Wir haben das Spiel über drei Viertel kontrolliert, aber dann einige wirklich schlechte Minuten gespielt. Das hat München ausgenutzt“, skizzierte Danny Jansson den Spielverlauf. Mit dem finalen Aufbäumen seines Teams war der finnische Head Coach dann aber umso zufriedener: „Das war ein großer Schritt in Richtung Playoffs“, so Jansson, dessen Team die Playoffs-Teilnahme nicht mehr zu nehmen ist.

Der Start gestaltete sich so offen, wie es die Begegnung versprochen hatte. Nach dem 8:8-Ausgleich durch die Gastgeber erhöhten die Youngstars dann aber das Tempo: Den ersten Run der Jansson-Truppe zum 8:14 konnten die Bayern noch abwehren. Als David Krämer nach einer FCB-Auszeit und dem 14:16-Anschluss ein Vier-Punkte-Spiel verwandelte, waren die Hausherren aber vorläufig distanziert. Ohnehin: Mit zehn Zählern war Krämer die prägende Gestalt im ersten Viertel. Aber auch der U20-Nationalspieler konnte nicht verhindern, dass die Partie im zweiten Abschnitt zunächst verflachte: Abgesehen von einem Björn-Rohwer-Dunk zum 15:22 bekamen beide Teams über drei Minuten hinweg keine Punkte aufs Tableau. Erst ein Dreier von Joschka Ferner löste den Knoten – besonders zugunsten der Gäste: Nico Möbus packte noch zwei weitere Distanztreffer obendrauf, sodass zur Halbzeit eine 30:40-Führung vom Scoreboard prangte.

Doch nach dem Seitenwechsel bliesen die Bayern zur Attacke: Ein 6:0-Run brachte die Führung der Youngstars erstmals ins Wanken (36:42). Punkte von Mittmann, Ferner und Rohwer stellten das Momentum aber wieder komplett auf den Kopf und sorgten für die höchste Gäste-Führung (36:49). Sicherheit stellte sich damit aber keine ein im Youngstars-Spiel: Zweieinhalb Minuten ohne Korberfolg ermöglichten den Hausherren, zum Viertelende auf 54:58 aufzuschließen. Und als Münchens Top-Talent Karim Jallow – den die Youngstars bis dato gut unter Kontrolle hatten – zu Beginn des Schlussabschnitts seinen einzigen Feldkorb erzielte, gingen die Bayern erstmals in Führung (61:60). Doch just in diesem Moment trat David Krämer wieder auf den Plan: Dreier, Dunk, Dreier – mit acht Punkten in drei Angriffen riss Krämer das Ruder herum. Als Joschka Ferner zweieinhalb Minuten vor Schluss einen weiteren Dreier durch die Reuse jagte, war eine spektakuläre Wende perfekt (65:74) – und die Vorentscheidung gefallen.  

Es spielten: David Krämer (21 Punkte, 4/5 Dreier), Joschka Ferner (13), Björn Rohwer (11), Nils Mittmann (9, 9 Rebounds), Till Pape (8, 9 Rebounds), Nicolas Möbus (6), Marcell Pongo (5, 9 Assists), Marvin Omuvwie (4), Marius Stoll, Lukas Rosenbohm, Bernhard Benke.

Foto: Archiv.