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Furiose Aufholjagd wird belohnt

Heimsieg im Duell der Talentschmieden: Die Weißenhorn Youngstars haben am Sonntagabend am 16. Spieltag der ProB die FRAPORT SKYLINERS Juniors Frankfurt mit 80:74 (28:42) besiegt.

Die Vorzeichen für die Partie gegen Frankfurt waren nicht die besten: Wegen des zeitgleichen Pokal-Qualifikationsspiels von ratiopharm ulm in Ludwigsburg musste Trainer Danny Jansson auf Stammkräfte wie Joschka Ferner oder Till Pape verzichten, außerdem fehlte Marvin Omuvwie krankheitsbedingt. Doch die verbleibende Weißenhorner Mannschaft zeigte ähnlich wie vor zwei Wochen in Leverkusen insbesondere in der zweiten Halbzeit eine leidenschaftliche Vorstellung und machte damit die Derbyniederlage gegen Nördlingen vergessen. In den ersten drei Vierteln deutete jedoch alles auf einen Erfolg der Hessen hin: Sie hatten das Spiel fest im Griff und lagen 15 Minuten vor Schluss mit 18 Punkten vorne (32:50). „Man hat unseren Jungs heute angemerkt, dass sie durch die vielen Spiele der vergangenen Wochen etwas ausgepowert und müde waren. Außerdem hat uns die Aggressivität in der Verteidigung zu Beginn der Partie gefehlt“, analysierte Jansson. Die Youngstars legten aber in den Schlussminuten eine furiose Aufholjagd hin, holten Punkt für Punkt auf – und drehten die Partie. „Wir haben uns in allen Belangen gesteigert, dagegen ist Frankfurt am Ende mit unserer Verteidigung nicht zurecht gekommen“, so der finnische Coach. Entscheidend war für ihn, dass sein Team in den letzten Minuten des dritten Abschnitts einige Punkte gutmachte und sich dadurch eine Siegeschance wahrte. „Wären wir mit 18 Punkten zurück gelegen, hätten wir das Spiel definitiv verloren.“

Die ersten Minuten gehörten den Juniors, die deutlich schneller in die Gänge kamen und nach eineinhalb Minuten bereits mit 0:7 führten. Die Youngstars holten zwar bis zur Mitte des Viertels auf (5:7), leisteten sich aber zu viele Fehlwürfe und Ballverluste. „Die Turnovers waren überflüssig“, schimpfte Jansson. Besser machten es die Frankfurter, die ihre Systeme routiniert abspielten, kluge Wurfentscheidungen trafen und einen 12:0-Lauf hinlegten. Das Resultat: Nach zehn Minuten musste die Heimmannschaft bereits einem 7:23-Rückstand hinterher laufen. Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten dagegen die Weißenhorner: David Krämer traf in eineinhalb Minuten insgesamt drei Dreier zum 16:23. Mit 29 Punkten war der Doppellizenzspieler am Ende Topscorer der Youngstars. „Er hat seinen Job in der Offensive heute gut gemacht“, lobte der Trainer, der sich genauso auf seinen Routinier Nils Mittmann (12, 14 Rebounds) verlassen konnte. Die starke Phase der Fuggerstädter war aber nur von kurzer Dauer. Die Gäste ließen sich nicht beeindrucken und lagen zwei Minuten vor der großen Pause bereits wieder mit zehn Punkten Differenz vorne (28:38). Zur Halbzeit hieß es 28:42.

Auch im dritten Viertel dominierten die Hessen. „Wir konnten nicht verhindern, dass sie zahlreiche einfache Körbe erzielten“, bemängelte Jansson. Als der Head Coach beim Stand von 32:50 eine Auszeit nahm, glaubte kaum noch einer der Weißenhorner Zuschauer an einen erfolgreichen Basketball-Abend. Die Youngstars kämpften sich aber in die Partie zurück und setzten sich nun offensiv besser durch. Allerdings hatten die Frankfurter beim Stand von 48:60 nach 30 Minuten noch immer ein dickes Punktepolster. Das letzte Viertel begann mit einem krachenden Dunk von Krämer, der kurz darauf auch noch einen Distanzwurf sowie zwei Freiwürfe verwandelte (55:60, 7:20 Minuten vor dem Ende). Die Partie war plötzlich wieder völlig offen. Weitere Dreier von Lukas Rosenbohm und Marcell Pongo verkürzten den Rückstand auf zwei Zähler (61:63). Den Ausgleich zum 63:63 besorgte Rosenbohm Mitte des letzten Durchgangs per Korbleger. Wenige Sekunden später war es wiederum der 19-jährige Flügelspieler, der sein Team in Führung brachte (67:66). In den Folgeminuten trafen die Youngstars beinahe nach Belieben, dagegen gingen wichtige Würfe der Gäste daneben. Mit vier getroffenen Freiwürfen von Krämer sorgten die Weißenhorner für die Vorentscheidung, den Schlusspunkt zum 80:74 setzte Bernhard Benke.

Für die Youngstars spielten: David Krämer (29 Punkte, 5 Dreier, 6 Rebounds), Marcell Pongo (14), Mittmann (12, 14 Rebounds), Rosenbohm (9), Möbus (7), Rohwer (5, 6 Rebounds), Benke (3, 6 Rebounds), Stoll (1), Fazekas.

Text: Matthias Sauter
Foto: Horst Hörger