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Serien-Ende im Derby

Die Weißenhorn Youngstars verlieren das Regionalduell gegen die Giants Nördlingen mit 68:80 (26:31).

Sechs Siege in Folge auf der einen, zehn Niederlagen in Folge auf der anderen Seite: Gleich zwei beachtliche Serien fanden am Sonntagabend in der Weißenhorner Dreifachturnhalle ihr Ende, als der Tabellenletzte Nördlingen als Derbysieger vom Parkett ging. Die Giants, die ihren letzten ProB-Sieg im Oktober gefeiert hatten, überzeugten mit einer kämpferisch starken Performance, während Danny Jansson „eines der schlechtesten Saisonspiele“ seiner Mannschaft sah: „Unsere defensive Aggressivität war heute bei Null“, bilanzierte der Youngstars-Coach, der den 16:0-Lauf der Giants zum 30:50 im dritten Viertel als Knackpunkt bezeichnete. Und auch wenn der Tabellendritte, der auf seinen Längsten Björn Rohwer (Grippe) verzichten musste, mit sieben Dreiern nochmals auf 7 Punkte herankam, reichte die Energie nicht mehr aus, um die Wende zu schaffen.

Einen energetischen Start der Gastgeber schloss Nils Mittmann per Dreier zum 5:0 (3.) ab. Doch durch 6 Zähler von Eddy Edigin fanden auch die Gäste ins Spiel und schafften den Anschluss (7:6, 5.). Im weiteren Verlauf des 1. Viertels konnten die Youngstars ihre Führung verteidigen, wenngleich Nördlingen durch seinen ersten Distanzerfolg kurz vor der Pause wieder gefährlich nahe kam (12:11). Durch ihren zweiten Dreier übernahmen die Giants zu Beginn des zweiten Spielabschnitts dann sogar die Führung (14:15), die sie bis auf 14:20 ausbauen konnten. Erst nach dem Nördlinger 8:0-Run brachte Joschka Ferner von der Linie wieder Zählbares auf die Anzeigetafel (16:20, 13.). Und dank einer aufmerksamen Defensive und 2 Steals von Marcell Pongo blieb Weißenhorn am Drücker: Als Lukas Rosenbohm von Downtown traf, übernahmen die Gastgeber nach einem 9:1-Lauf wieder die Führung (23:21, 15.). Doch die letzten Minuten vor der Halbzeit gehörten Nördlingen, das mit mehr Physis agierte und die bereits überschrittene Teamfoulgrenze der Youngstars zu nutzen wusste (4/4 Freiwürfe). Durch den Dreier von Marvin Omuvwie blieb der Rückstand zur Halbzeit aber bei nur 5 Punkten (26:31).

Nördlingen kam wacher aus der Kabine – allen voran das Duo Terence Smith und Eddy Edigin: Während Smith drei Freiwürfe sowie einen Dreier verwandelte, sorgte Edigin mit zwei Dunkings für das Momentum auf Seiten der Giants. Das Ergebnis war ein 16:0-Lauf der Gäste zum 30:50 (27.); dagegen blieben die Youngstars über vier Minuten ohne Punkte. Erneut war es dann ein Rosenbohm-Dreier, der die Weißenhorner Aufholjagd initiierte: Per viertelübergreifendem 11:3-Run reduzierten die Youngstars ihren Rückstand in den einstelligen Bereich (44:53, 31.). Und mit mehr Wurfglück aus der Distanz (6 Dreier im 4. Viertel) näherte sich Weißenhorn weiter an und war in der 35. Minute bis auf 7 Punkte (59:66) an den Tabellenletzten dran. Doch mit weiteren Dreiern raubten die Giants dem Kontrahenten mehr und mehr die Energie. Als Adrian Lind in der 39. Minute seinen dritten Dreier (3/3) zum 65:79 versenkte, war die Vorentscheidung im Derby gefallen.

Für die Youngstars spielten: Joschka Ferner (15 Punkte, 3 Dreier), Marvin Omuvwie (11), David Krämer (10), Marcell Pongo (9), Till Pape (7), Lukas Rosenbohm (6), Marius Stoll (5), Nils Mittmann (3, 9 Rebounds, 10 Assists), Bernhard Benke (2).

Foto: Horst Hörger