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Vom Dreier-Virus infiziert – und gewonnen!

Die Weißenhorn Youngstars gewinnen beim Tabellendritten aus Leverkusen dank einer denkwürdigen zweiten Hälfte mit 76:91 (39:30).

Danny Jansson hatte schon viel von seinem Team gesehen – aber was die Weißenhorn Youngstars in der zweiten Hälfte bei den Giants Leverkusen zeigten, erstaunte dann auch den Head Coach: „Das war eine besondere Leistung unter widrigen Umständen“, so der Finne nach zweiten 20 Minuten, die sein Team mit 37:61 gewonnen hatte. Damit war ein Spiel der Extreme perfekt. Denn noch in Hälfte eins war den Gästen offensiv nur wenig gelungen – symptomatisch: die Ausbeute von der Dreierlinie (0/7). Das änderte sich nach dem Seitenwechsel mit einem Schlag: Innerhalb von 12 Minuten versenkten die Gäste acht Würfe von jenseits der 6,75 Meter und machten so aus einem 39:30-Rückstand eine 64:69-Führung. „Manchmal ist Werfen wie eine Grippe: ansteckend. Wir haben ein, zwei Würfe getroffen und sind dann kollektiv heiß gelaufen“, so Danny Janssons Analyse. So fiel es letztlich kaum ins Gewicht, dass den Youngstars mit David Krämer, Joschka Ferner und Till Pape drei Leistungsträger fehlten und der Altersschnitt der 9-Mann-Rotation bei zarten 20,5 Jahren lag. „Ich hatte vor dem Spiel Sorgen, ob wir die Ausfälle auffangen können. Aber alle haben heute einen Schritt nach vorne gemacht. Das zeigt die Qualität unseres Programms“, so Jansson.

Das Duell der Tabellennachbarn begann nervös: Es dauerte über vier Minuten, bis die Youngstars durch Marcell Pongo den ersten Feldkorb des Spiels erzielten (4:6). Die Gäste konnten bis auf 4:9 erhöhen, doch Konstanz kehrte damit keine ein: Mehrere Unachtsamkeiten der Gäste nutzte Leverkusen zu einem schnellen 10:0-Run, die Weißenhorn zunächst noch mit einer eigenen 5:0-Serie abwehren konnte. Als die Giants nach der Viertelpause aber weitere neun unbeantwortete Punkte markierten, war Danny Jansson beim Stand von 27:20 zu einer Auszeit gezwungen. Doch Besserung brachte die keine: Offensiv fanden die Youngstars gegen die wechselnden Verteidigungsformen der Rheinländer kaum Lösungen; so frei zum Abschluss wie Nico Möbus zum 39:30-Halbzeitstand kamen die Youngstars nur selten.

Die zweite Hälfte begann dann aber mit einem Ausrufezeichen: Ein Anspiel unter den Korb verwertete Björn Rohwer in einen krachenden Dunking (48:38)! Was sich dann entwickelte, war ein spektakulärer Shootout beider Teams: Bis zum Ende des dritten Viertels trafen die Giants vier, und die Youngstars gar sechs Würfe von jenseits der Dreierlinie. Als der starke Marius Stoll Nummer sechs mit Ablauf der Vierteluhr im Korb versenkte, stand der Rückstand nur noch bei einem Zähler (64:63). Und es kam noch besser: Zwei weitere Distanztreffer lösten einen Weißenhorner 8:0-Run aus, der die Führung auf 64:71 anhob. Die Entscheidung fiel dann anderthalb Minuten vor Schluss: Der bis dahin glücklose Omuvwie flog erst zum 74:84 ein und machte wenig später mit einem Drei-Punkt-Spiel alles klar.

Es spielten: Marcell Pongo (13 Punkte, 8 Assists), Nils Mittmann (17, 7 Rebounds), Marius Stoll (7, 8 Assists), Marvin Omuvwie (16, 5 Rebounds), Lukas Rosenbohm (6), Bernhard Benke (11), Mate Fazekas (2), Nicolas Möbus (10), Björn Rohwer (9, 11 Rebounds).

Foto: Archiv