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5. Sieg in Folge rundet 2016 ab

Im letzten Spiel des laufenden Jahres hat Weißenhorn die Licher Basketbären mit 83:79 (36:40) besiegt. Der Rückstand auf den Tabellenzweiten schrumpft auf nur noch zwei Punkte.

Alle Jahre wieder: In den Wochen vor Weihnachten präsentieren sich die Weißenhorn Youngstars traditionell in einer starken Verfassung. Nach zuletzt vier Siegen in Serie beschenkten die Fuggerstädter ihre Fans vor der dreiwöchigen Winterpause mit einem weiteren Erfolg, der sie (9-4 Siege) auf zwei Punkte an den zweiten Platz (Elchingen, 10-3) heranbringt. Doch adventliche Besinnlichkeit kam gestern Abend selten in der Dreifachturnhalle auf. Beide Mannschaften zeigten ein kampfbetontes und intensives Spiel, das nichts für schwache Nerven war. „Ich glaube meine Jungs wollten heute erreichen, dass ich kurz vor Weihnachten noch mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus muss“, sagte Trainer Danny Jansson augenzwinkernd. Er musste an der Seitenlinie zusehen, wie sein Team in den ersten Minuten des dritten Viertels völlig die Kontrolle über die Partie verlor und einem Rückstand von 14 Punkten (41:55) hinterher laufen musste. „Wir haben uns in dieser Phase nur mit Nebensächlichkeiten beschäftigt, aber dank einer beeindruckenden Aufholjagd wieder in die Begegnung zurück gefunden“, so der finnische Übungsleiter. Einen großen Anteil am Heimsieg hatte Doppellizenzspieler David Krämer, der mit 24 Punkten Topscorer der Youngstars war. 

Gegen die offensivstarken BasketBären setzte zu Beginn der Partie fast ausschließlich Weißenhorn Akzente. Nach einem Dunk von Nils Mittmann folgten weitere sehenswerte Offensiv-Aktionen. Das Resultat war eine 13:3-Führung Mitte des ersten Viertels. In den Folgeminuten fanden die Gäste besser in die Partie, der Vorsprung der Youngstars schmolz knapp drei Minuten vor der ersten Viertelpause auf lediglich drei Zähler (13:10). Nach zehn Minuten lagen die Weißenhorner knapp mit 19:15 vorne. „Diese Führung war unserer fokussierten Verteidigung zu verdanken“, so Jansson. Allerdings war der Head Coach mit der Defensivarbeit seiner Truppe im zweiten Abschnitt nur bedingt einverstanden: Die Youngstars schafften es nicht, den Aktionsradius der gefährlichen Licher Schützen um Karriem Simmons und Lamar Mallory entscheidend einzuengen. Bereits nach zweieinhalb Minuten übernahmen die Gäste durch einen Dreier von Simmons die Führung (19:20). Jedoch kamen auch die Weißenhorner immer wieder zu erfolgreichen Abschlüssen, sodass sich keines der beiden Teams absetzen konnte. Zur Halbzeitpause leuchtete eine knappe 36:40-Führung für Lich auf der Anzeigetafel auf.

Für den ersten Jubel bei den Weißenhorner Anhängern nach der Pause sorgte Routinier Nils Mittmann, der per Distanzwurf zum 39:42 traf. Allerdings lief bei der Weißenhorner Offensiv-Abteilung im weiteren Verlauf des dritten Abschnitts nur sehr wenig zusammen. Zahlreiche Angriffe wurden unstrukturiert vorgetragen, einige Male hatten die Youngstars aber auch Pech im Abschluss. Besser machten es die BasketBären: Sie drehten in dieser Phase regelrecht auf und setzten sich durch einen 13:0-Lauf auf 41:55 ab. Die Youngstars kämpften jedoch unermüdlich weiter und verkürzten drei Minuten vor dem letzten Viertel auf sieben Punkte (48:55). Durch einen starken Endspurt war nach 30 Minuten beim Stand von 58:63 wieder alles offen. Auch im vierten Abschnitt ließen die Weißenhorner nicht locker, nach zwei Dreiern von Joschka Ferner innerhalb weniger Sekunden lagen die Youngstars fünf Minuten vor Ende nur noch mit drei Punkten zurück (71:74). Der zweite Distanzwurf von Ferner war gleichzeitig der Auftakt zu einem 13:0-Run (81:74), für die Entscheidung sorgte Mittmann Sekunden vor der Schlusssirene mit zwei verwandelten Freiwürfen.

Für die Youngstars spielten: Krämer (24 Punkte), Pongo (13), Rohwer (13), Mittmann (10), Pape (9), Ferner (8), Omuvwie (6), Benke, Rosenbohm, Stoll

Text: Matthias Sauter
Foto: Horst Hörger