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Youngstars legen zu Hause nach

Heimsieg gegen den Angstgegner: Im elften ProB-Spiel gegen die Dragons Rhöndorf feierten die Youngstars ihren zweiten Erfolg. Die Weißenhorner setzten sich mit 93:77 (47:36) durch.

Zum ersten Mal in der laufenden Saison gewannen die Weißenhorner zwei Spiele in Serie. Eine knappe Woche nach dem Erfolg gegen den FC Bayern II sorgte das junge Team von Trainer Danny Jansson gegen den ProA-Absteiger aus Rhöndorf wiederum für Jubel nach der Schlusssirene. Die Youngstars sahen gestern Abend lange Zeit wie der sichere Sieger aus, mussten aber nach einem Lauf des Gegners im dritten und vierten Viertel kurzzeitig um die zwei Punkte bangen. „Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert und guten Teambasketball gezeigt. Allerdings haben wir in der zweiten Halbzeit teilweise alles falsch gemacht, was vorher geklappt hat“, analysierte Jansson. Er freute sich über das temporeiche Spiel seines Teams, das vor allem in der ersten Halbzeit an die starke Leistung aus dem Bayern-Spiel anknüpfte. Ein Sonderlob sprach der Coach Routinier Nils Mittmann aus, der fünf von sieben Dreier traf und am Ende mit 25 Punkten Topscorer war. „Auf Nils ist Verlass. Wir haben heute wieder einmal gesehen, wie wichtig er für unser Team ist.“ Ein weiterer bedeutender Faktor waren die Offensiv-Rebounds: Durch die 17 gesicherten Korbabpraller kamen die Youngstars immer wieder zu zweiten Chancen unter dem gegnerischen Korb.

Die Weißenhorner legten los wie die Feuerwehr: Nils Mittmann brachte sein Team per Dreier in Front, David Krämer erhöhte wenige Sekunden später ebenfalls von jenseits der 6,75-Meter-Markierung auf 6:0. Auch nach den ersten Punkten für Rhöndorf durch Michael Lucier zeigten die Youngstars Vollgas-Basketball und führten nach knapp vier Minuten verdient mit 15:2. Die Dragons fanden zwar im Laufe des ersten Viertels offensiv besser in die Partie (7:0-Lauf, 15:9), aber die Weißenhorner hielten den Gegner auf Distanz und lagen nach zehn Minuten mit 25:15 vorne. Die ersten Minuten des zweiten Abschnitts gehörten dem Weißenhorner US-Amerikaner Devon Baulkman, der in knapp drei Minuten zwei Korbleger und einen Dreierwurf verwandelte (32:20). Die Youngstars ließen auch nach der Baulkman-Show nicht locker und setzten sich bis zur Mitte des zweiten Durchgangs auf 37:20 ab. Die Gäste kämpften sich aber in die Partie zurück und verkürzten bis zur großen Pause ihren Rückstand auf elf Punkte (47:36).

Für einen Start nach Maß ins dritte Viertel sorgte Baulkman, der den Vorsprung aus der Distanz auf 50:36 ausbaute. Nach einem weiteren Dreier von Mittmann zum 60:42 zweifelte kaum ein Zuschauer mehr am Ausgang der Partie. Doch die Rhöndorfer glaubten weiterhin an ihre Chance und überlisteten im weiteren Verlauf des dritten Abschnitts immer öfter die Weißenhorner Defensive. Dagegen agierten die Youngstars zunehmend ideenlos und ohne die notwendige Energie. Beim Spielstand von 71:62 nach 30 Minuten war die Partie wieder offen. Zu Beginn des letzten Abschnitts ging die Aufholjagd der Dragons weiter: Sie profitierten von den Fehlern der Youngstars und erzielten immer wieder einfache Punkte. Zwischenzeitlich kamen die Gäste bis auf einen Punkt an die Heimmannschaft heran (73:72). Jansson reagierte mit einer Auszeit: „Ich habe unsere Mannschaft daran erinnert, dass wir dringend wieder besser verteidigen müssen.“ Die lauten Worte des Trainers stießen auf offene Ohren: Die Weißenhorner erhöhten die Intensität in der Verteidigung und fanden auch wieder ihren Offensiv-Rhythmus. Innerhalb weniger Minuten bauten sie ihren Vorsprung auf mehr als 10 Punkte aus. Nach einem Dreier von Till Pape 2:50 Minuten vor der Sirene zum 90:76 war das Spiel entschieden.

Für die Youngstars spielten: Mittmann (25 P.), Baulkman (18 P.), Krämer (17 P.), Rohwer (13 P.), Pape (9 P.), Pongo (5 P.), Ferner (2 P.), Stoll (2 P.), Benke (2 P.), Omuvwie, Rosenbohm

Text: Matthias Sauter
Foto: Horst Hörger