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Youngstars mit Crunch-Time-Abo am Kuhberg

Weißenhorn verliert das Derby gegen die Scan Plus Baskets Elchingen nach einer dramatischen Schlussphase mit 81:83 (40:40). 

Kein Déjà-vu im zweiten Derby zwischen den Weißenhorn Youngstars und Scan Plus Baskets Elchingen in der Kuhberghalle. Hatten die Youngstars die erste Auflage nach einem staken Finish für sich entschieden, waren es nun die Gäste, die vor 1.200 Zuschauern in den letzten Sekunden den 81:83-Auswärtssieg klar machten. Und hatten die Youngstars 90 Sekunden vor dem Ende noch mit 77:71 geführt, „war es das hohe Maß an Leichtsinn und Unreife, was mich überrascht und uns den Sieg gekostet hat“, so Head Coach Danny Jansson. In einem Spiel, in dem beiden Teams viele Fehler unterliefen (18/16 Turnovers), sahen die Youngstars in der Crunch Time lange wie die sichere Sieger aus. Als dann der Ex-Weißenhorner Brian Butler 2 Sekunden vor der Schluss-Sirene beim Stand von 81:80 gefoult wurde, entschieden die Schiedsrichter auf Korb plus Foul. Da die Unparteiischen David Krämer (14 Punkte) obendrein noch ein unsportliches Foul aufbrummten, hatten die Youngstars nach dem verwandelten Bonus-Freiwurf keine Chance mehr, die Verlängerung zu erzwingen. „Ich glaube nicht an schlechte Wurf-Abende. Ich glaube an eine gute Wurfauswahl“, kommentiert Jansson die 15-prozentige Dreierquote (4/27).

Dabei hatte sein Team einen tollen Start, den David Krämer mit vier Punkten befeuerte. Nach vier Minuten häuften sich dann aber die Fehler. Mit insgesamt 6 Ballverlusten und einer Feldwurfquote von 21 Prozent im ersten Viertel brachten die Youngstars die Gäste ins Spiel – und die bedankten sich mit einem 0:9-Lauf, der sie bis zur 7. Minute mit 6:11 in Führung brachte. In die erste Viertelpause gingen die Teams beim Stand von 11:16. Acht Punkte von Topscorer Devon Baulkman in Folge nahmen dem Weißenhorner Spiel dann etwas die Nervosität und brachten die Youngstars wieder auf 19:19 heran. Der ersten Führungswechsel (21:19) seit der 4. Minute hatte indes nicht lange bestand: Mit zwei Dreiern (Filmor Black) und einem Dunk (Butler) zogen die routinierten Gäste wieder auf 24:31 (15.) davon. Wenngleich die Youngstars jetzt offensiv mitspielten (13 Pkt. Baulkman in Viertel 2) – und die Fehlerquote unter dem jungen Point Guard Marius Stoll deutlich weniger wurde (3 Turnovers in Viertel 2) – defensiv bekamen sie die Gäste erst zwei Minuten vor der Halbzeit in den Griff. Mit einer Ganzfeldverteidigung (4 Steals) fanden die Youngstars jetzt auch einen emotionalen Zugang zum Derby und glichen bis zur Halbzeit aus (40:40). Dass die Elche bis zur großen Pause lediglich 5 ihrer 13 Freiwürfe (38%) trafen, half natürlich auch. „Wir haben heute nicht schlecht verteidigt. Ich glaube aber, dass wir in der Lage gewesen wären, Elchingen bei 70 Punkten zu halten – das hat den Unterschied ausgemacht“, so Jansson.

Halbzeit zwei begann dann mit dem, was davor überhaupt nicht klappen wollte – nämlich mit  erfolgreichen Distanzwürfen: Hatten die Gastgeber bis dato nur einen von 14 Versuchen getroffen, waren es drei Dreier (Ferner, Krämer 2), die die Youngstars in Führung brachten (55:53). Doch auch die Elche antworteten aus der Distanz: Mit seinem 5. Dreier stellte Beck auf 61:63 (30.). In die Crunch Time ging das Spiel dann beim Stand von 66:69 und noch 6:13 Minuten auf der Uhr. Und die Youngstars, die in dieser Phase ohne ihren Topscorer spielten, brachten sich durch ihre aufmerksame Defense in eine gute Position. Insbesondere Björn Rohwer sicherte wichtige Offensivrebounds (5) und sorgte in der 37. Minute für die 72:71-Führung. Als dann 1:37 Minuten vor dem Ende Krämer Joschka Ferner völlig frei unter dem Korb anspielte (77:71), schien alles klar. Doch die jungen Youngstars ließen sich von der hitzigen Atmosphäre anstecken und warten nun weiter auf den ersten Heimsieg der Saison.

Für die Weißenhorn Youngstars spielten:
Mittmann (4 Pkt /9 Reb), Baulkman (29, 5 As), Pongo (10 /4 As), Krämer (14 / 4 As), Rohwer (8 / 9 Reb), Ferner (5), Pape (12 / 6 Reb), Omuvwie (5 / 5 Reb).

Foto: Cedric Walter