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Potenzial nicht ausgeschöpft

Die Weißenhorn Youngstars liefern dem deutschen Rekordmeister Leverkusen einen harten Kampf, verlieren ihr erstes Heimspiel aber letztlich mit 80:88 (41:43).

Nach dem erfolgreichen Auswärts-Auftakt in Nördlingen haben die Weißenhorn Youngstars ihr erstes Heimspiel der ProB-Saison 2016/17 verloren. Gegen die Bayer Giants Leverkusen musste sich das Team von Head Coach Danny Jansson nach 40 intensiven Minuten knapp mit 80:88 geschlagen geben. Vor 500 Zuschauern in der Dreifachturnhalle lieferten die Gastgeber dem ProA-Absteiger um den US-amerikanischen Topscorer Kerry Carter (33 Punkte) einen harten Kampf. Nach dem 65:65-Ausgleich der Youngstars in der 32. Minute agierte Leverkusen aber abgeklärter, traf insgesamt 27 seiner 28 Freiwürfe und sicherte sich nach seiner Auftaktniederlage gegen Lich den ersten Saisonsieg. „Über die 40 Minuten hinweg gesehen haben wir heute nicht unser Potenzial ausgeschöpft“, so Danny Jansson. Der Youngstars-Coach bemängelte besonders die Fehler seiner Mannschaft in der Defensive: „Wir haben Kerry Carter nicht in den Griff bekommen und ihm auch in der zweiten Halbzeit noch zu viel Freiraum gegeben.“ Topscorer auf Weißenhorner Seite waren David Krämer mit 21 (4/7 Dreier) und Björn Rohwer mit 15 Punkten. Seine Premiere in der Zweiten Basketball-Bundesliga feierte Tim Köpple: Der Point Guard, der kürzlich seinen 16. Geburtstag feierte, entlastete Starting-Spielmacher Marcell Pongo für zwölf Minuten und steuerte einen Assist sowie einen Rebound bei.

Beide Mannschaften benötigten im ersten Spielviertel einige Minuten Anlaufzeit (4:4, 5.). Die Gäste waren es, die mit einem 8:0-Lauf zum 10:15 zuerst an Fahrt aufnahmen. Doch David Krämer hatte mit zwei Dreiern in Folge die passende Antwort parat (16:17). Die Schlusssekunden gehörten aber Leverkusens Kerry Carter, der per Buzzer-Beater auf 18:22 nach 10 Minuten stellte. Ein starkes Weißenhorner Big Men-Duo wusste dann das zweite Viertel zu bestimmen: Mit 9 Punkten von Nils Mittmann und 7 Zählern von Björn Rohwer übernahmen die Youngstars das Kommando (31:26, 16.). Wenig später sorgte Joschka Ferner im Fastbreak zum 36:29 für die höchste Führung der Gastgeber. Doch der Go-to-guy der Giants wusste das Spiel erneut zu drehen: 11 Carter-Punkte – inklusive eines erneuten Buzzer-Beaters - binnen dreieinhalb Minuten und die Führung war zurück in Leverkusens Hand (41:43).

Auch nachdem die Führung der Gäste Mitte des dritten Spielabschnitts auf 10 Punkte (45:55) angewachsen war, ließen sich die Youngstars aber nicht entmutigen und kamen mit einem viertelübergreifenden 14:4-Lauf zurück ins Spiel. Doch das 65:65 durch Joschka Ferner sollte der letzte Ausgleich des Spiels sein. Einen erneuten 9 Punkte-Rückstand konnten die Gastgeber zwei Minuten vor Spielende zwar nochmals auf 78:80 verkürzen. Mit 11 von 11 Treffern von der Freiwurflinie im vierten Viertel konnte Leverkusen seinen Vorsprung aber verteidigen. Und als die Schiedsrichter 27 Sekunden vor dem Spielende (78:83) auf ein unsportliches Foul gegen Nils Mittmann entschieden, war die Vorentscheidung in der intensiven Partie gefallen.

Weißenhorn Youngstars: Marcell Pongo (6 Punkte, 7 Rebounds, 7 Assists), Nils Mittmann (13, 2), Joschka Ferner (11, 8), Tim Köpple, Marvin Omuvwie (6, 4), Lukas Rosenbohm (2), Bernhard Benke, Till Pape (6), Björn Rohwer (15, 6), David Krämer (21, 7).

Foto: Cedric Walter