BREAKING NEWS

"Weißenhorn wird von London profitieren!"

Mit einem 90:58-Erfolg beendet Tim Lewis als Assistent Coach der britischen Nationalmannschaft das Olympische Basketball Turnier in London. Im Interview spricht der neue Head Coach der Weißenhorn Youngstars über seine Erfahrungen in London und darüber, wie Weißenhorn vom olympischen Spirit profitieren soll.

Tim, abgesehen von der Niederlage gegen Russland (75:95) und Australien (75:106) war das britische Team absolut konkurrenzfähig. Gegen China (90:58) gelang gestern zum Abschluss sogar der erste Sieg. Was fehlt noch, um gegen die ganz Großen mithalten zu können?
Tim Lewis: Teams wie Russland sind so tief besetzt, die meisten Spieler spielen in der Euroleague oder der NBA. Sie spielen großartigen Basketball und ich denke, sie werden wohl mit einer Medaille die Spiele beenden. Solange wir nicht mehr Spieler haben, die auf einem höheren Level Basketball spielen, wird es immer schwer sein solche Teams zu schlagen.

Mit zwei Siegen in den letzten beiden Gruppenspielen gegen Australien und China wäre sogar das Viertelfinal drin gewesen. Warum hat es nicht geklappt?
Lewis: Gegen Australien (75:106) lief es 24 Minuten sehr gut, dann haben wir aber aufgehört zu spielen. Gegen China ging es für uns dann um die Ehre und um den ersten Sieg einer britischen Basketballmannschaft bei Olympia. Das ist uns gelungen - wir können das Turnier erhobenen Hauptes beenden.

In London haben Sie mit internationalen Stars wie Luol Deng (Chicago Bulls) und Mensa-Bonsu Pops (Maccabi Tel Aviv) gearbeitet. Können Sie von diesen Erfahrungen etwas mit nach Weißenhorn nehmen?
Lewis: Vieles, auf jeden Fall. Mit dieser Sorte von Spielern zu arbeiten und Trainern wie Chris Finch (Assistent Coach Houston Rockets), Nick Nurse (Head Coach in der D-League) und Paul Mokeski (Ex-NBA-Spieler) kann dich nur besser machen. Die Spieler in Weißenhorn werden also von den Spielen in London profitieren.

Erzählen Sie uns doch ein bisschen von Ihrem Job im britischen Nationalteam. Wie sahen Ihre Tage aus?
Lewis: Ich war Assistent Coach im Männernationalteam und habe mich hauptsächlich um die Spielerentwicklung und Leistungsanalyse gekümmert. Ich habe mit den Spielern Individualtraining gemacht aber den Athleten auch viel Feedback über die Videoanalyse geben können.

Was unterscheidet das Turnier bei den Olympischen Spielen von anderen Turnieren in der Welt? Haben Sie den Olympischen Geist gespürt?
Lewis: Es gibt nichts Vergleichbares zu den Olympischen Spielen! Es ist ein unglaubliches Ereignis, an dem man beteiligt ist. Ich werde die Spiele nie vergessen. Zwei Wochen lang Schulter an Schulter mit den Topstars der Welt, das ist schon beeindruckend.